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Glas-Lexikon

Um unseren Kunden einen kleinen Einblick in die Glaswelt zu ermöglichen, haben wir im Folgenden ein kleines Glas-Lexikon geschaffen. Für alle Fragen, die darüber hinaus gehen stehen wir Ihnen persönlich gerne zur Verfügung.

 

 A 

  • Acrylglas

Acrylglas, besser bekannt unter Plexiglas, ist ein glasartiger, unter Wärme biegsamer Kunststoff, der sich durch seine Licht- und Wetterbeständigkeit auszeichnet.  

 

  • Alarmglas

ipasafe Alarm ist eine ESG Scheibe, die zusätzlich über eine eingebrannte Alarmschleife verfügt. Diese ist an eine Alarmanlage anzuschließen. Als Halbzeug kann es zu Isolierglas und zu monolithischem VSG weiterverarbeitet werden. 

Da eine ESG-Scheibe bei Beschädigung stets über die gesamte Fläche bricht, wird somit auch die Alarmschleife unterbrochen und damit die angeschlossene Alarmanlage ausgelöst. Die ESG-Alarmscheibe muss zur Angriffseite hin positioniert werden.

 

  • Angriffshemmendes Glas

Als angriffshemmendes Glas bezeichnet man ein Verbundsicherheitsglas, dass aufgrund des speziellen Aufbaus von Glas und verschiedenen Folien einer gewaltsamen Einwirkung einen gewissen Widerstand entgegensetzt.

 

  • Antikglas

Antikglas ist ein meist farbiges, mundgeblasenes und handwerklich hergestelltes Glas, das meist in der Glaskunst Verwendung findet. Es können aufgrund unterschiedlicher Mixturen über 5000 verschiedene Farbtöne entstehen und jeweils eine einzigartige Struktur.

 

  • Ätzen

Der Werkstoff Glas wird mittels Flusssäure geätzt. Ganzflächige Tafeln werden einseitig geätzt, um einen Satinato-Effekt (Milchglas) zu erzielen. Darüber hinaus werden Stempel, welche die DIN-Norm vorschreibt, auf Sicherheitsglas geätzt, um dieses zu kennzeichnen.

 

 

 B 

  • Bleiverglasung

Bleiverglaste Fenster kommen in nahezu jeder Kirche vor. Bei der Bleiverglasung wird meist farbiges Flachglas in sogenannte Bleiruten gesteckt und anschließend verlötet. In Bleiverglasungen sind häufig, wenn auch nicht immer, Glasmalereien zu finden. In Bleiverglasungen kommt irritierenderweise kein Bleiglas vor.

 

 

 D 

  • Dichtungen

Mit Dichtungen verhindert man ungewollte Übergänge durch Zwischenräume. Beispielsweise verhindern wir mit Gummi-Dichtungen in Duschen das Durchdringen von Wasser nach Außen. Gummi-Dichtungen werden meist bei beweglichen Teilen eingesetzt.

Feste Teile, in die kein Wasser eindringen darf, werden von uns mit verschiedenen und auch verschiedenfarbigen Silikonen abgedichtet.

 

  • Durchschusshemmende Verglasung

Die Normen klassifizieren Verglasungen nach ihrer Schutzwirkung gegen Durchwurf. Das Prüfverfahren geht von schweren Wurfgeschossen aus, die mit einer 4.110 g schweren Metallkugel mit einem Durchmesser von 10 cm im freien Fall simuliert werden. Die Kugel wird auf jede Probe (110 cm x 90 cm) mehrmals aus definierter Höhe fallengelassen. Die Prüfung gilt als bestanden, wenn keine Kugel die Probe durchschlägt. 

 

  • Durchwurfhemmende Verglasung

Die Normen klassifizieren Verglasungen nach ihrer Schutzwirkung gegen Durchwurf. Das Prüfverfahren geht von schweren Wurfgeschossen aus, die mit einer 4.110 g schweren Metallkugel mit einem Durchmesser von 10 cm im freien Fall simuliert werden. Die Kugel wird auf jede Probe (110 cm x 90 cm) mehrmals aus definierter Höhe fallengelassen. Die Prüfung gilt als bestanden, wenn keine Kugel die Probe durchschlägt.

 

 E 

  • Einscheiben-Sicherheitsglas / ESG

Das Einscheibensicherheitsglas, meistens ESG genannt, ist ein speziell wärmebehandeltes Floatglas. Durch diese spezielle Behandlung entsteht im Kern eine Zugspannung und in der Oberfläche eine Druckspannung. Eine Bearbeitung ist nach dieser Prozedur nicht mehr möglich. Das Glas würde sofort in kleine Scherben zerfallen. Dadurch wird die Verletzungsgefahr nachhaltig verringert. Darüber hinaus weist das ESG durch die Wärmebehandlung eine höhere Stoß- und Schlagfestigkeit aus und strotzt größeren Temperaturunterschieden.

 

 

 F 

  • Facette

 

  • Floatglas

Floatglas ist Flachglas, das im Floatverfahren hergestellt worden ist. Dieses Verfahren ist das am häufigsten verwendete um Flachglas herzustellen. Es dient als Basisglas für die allermeisten Glasprodukte wie z.B. Duschen, Vordächer, Fenster, Autoscheiben, etc.

Das moderne Floatglas-Herstellungsverfahren, eine Erfindung von Pilkington, hat zwischenzeitlich alle früheren Produktionsverfahren für Flachglas abgelöst. Float heißt auf deutsch soviel wie "obenauf schwimmen oder treiben" und damit ist auch das eigentliche Prinzip dieses Verfahrens charakterisiert. 

Beim Floatverfahren bewegt sich ein endloses Glasband aus der Schmelzwanne auf ein flüssiges Zinnbad. Dort schwimmt es auf der Oberfläche des geschmolzenen Metalls, breitet sich aus und wird genügend lange auf einer ausreichend hohen Temperatur gehalten. In Folge der Oberflächenspannung der Glasschmelze und der planen Oberfläche des Zinnbades, bildet sich auf natürliche Weise ein absolut planparalleles Glasband. 

Im Kühlkanal und auf der anschließenden Transportstrecke kühlt das Glas bis auf Raumtemperatur ab, so dass es in Tafeln geschnitten werden kann.

 

 G 

  • Ganzglasanlagen

 

  • Ganzglastür

 

  • Gebogenes Glas

 

  • Gehrung

 

  • Gesäumte Kante

 

  • GLAS

 

  • Glasbruch

 

  • Glasherstellung

 

  • Glasklötze

 

  • Glasschneider

 

  • Grünstich

 

  • Gussglas

 

 

 H 

  • Heat-Soak-Test

 

 

 I 

  • Isolierglas

Isolierglas gibt es seit etwa 60 Jahren. Das älteste Patent zu diesem Thema stammt sogar aus dem Jahre 1865.  

Interpane Isolierglas-Produkte bestehen aus zwei oder mehreren Glasscheiben, die durch einen oder  mehrere getrocknete und hermetisch abgeschlossene SZRs voneinander getrennt sind.

Zu diesem Zwecke werden die Glasscheiben mit einem oder mehreren Abstandhalterprofilen aus Aluminium, Edelstahl oder Kunststoff/Metallkombinationen auf den gewünschten Abstand gebracht.

 

 K 

  • Kalk-Natron-Glas

 

  • Kanten

 

  • Kathedralglas

 

 

 L 

  • Lotuseffekt

 

 

 M 

  • Mastercarree

 

  • Modellschnitt

 

  • Milchglas

 

 

 N 

  • Nanoversiegelung

 

 

 O 

  • Oberflächenveredelung

 

  • Ornamentglas

Ornamentgläser oder Strukturgläser werden üblicherweise im Roll-Prozess hergestellt. Mittels zweier Formgebungswalzen können unterschiedlichen Strukturen oder Ornamente in das Glas gebracht werden. Es gibt eine große Auswahl an verschiedenen Strukturgläsern, hauptsächlich für den dekorativen Einsatz.

 

 P 

  • Plexiglas

 

  • Polierte Kante

 

 

 R 

  • Reinigung von Glasflächen

 

 S 

  • Sandstrahlung

Eine häufig angewendete Methode zur Gestaltung von Glas ist das Mattieren der Oberfläche durch Sandstrahlen. Die aufgeraute Scheibenoberfläche wird dadurch undurchsichtig, bleibt jedoch transluzent. Durch das Abdecken einzelner Bereiche können Bilder und Muster oder Logos aufgebracht werden, die weitere gestalterische Möglichkeiten eröffnen.

Strukturgläser werden üblicherweise im Roll-Prozess hergestellt. Mittels zweier Formgebungswalzen können unterschiedlichen Strukturen oder Ornamente in das Glas gebracht werden. Es gibt eine große Auswahl an verschiedenen Strukturgläsern, hauptsächlich für den dekorativen Einsatz.

 

  • Satinato

Satinatoglas oder auch Milchglas genannt, ist ein vollflächig geätztes Glas mit einem milchig-trüben Erscheinungsbild. Durch die feine Oberflächenätzung bietet es einen verlässlichen Sichtschutz bei gleichzeitiger Lichtdurchlässigkeit.

 

  • Schallschutzglas

Schallschutzglas besteht aus zwei unterschiedlich dicken Scheiben, die meist zwischen 4 und 14 mm Stärk sind, um Resonanzen zu verhindern. Der Luftzwischenraum beträgt 12 bis 24 mm und wird teilweise zur weiteren Verbesserung des Schallschutzes mit einem Edelgas, z.B. Argon oder Krypton, gefüllt. Bei steigender Anforderung an den Schallschutz erhöhen sich gleichzeitig aber auch die Anforderungen an die Fugendichtigkeit der Fensterrahmen.

 

 T 

  • Teilvorgespanntes Glas / TVG

Teilvorgespanntes Glas wird im gleichen Herstellprozess wie Einscheibensicherheitsglas (ESG) hergestellt, jedoch langsamer abgekühlt und unterscheidet sich so durch eine geringere Oberflächenspannung. TVG hat folglich eine geringere Biegefestigkeit als ESG. Das Bruchbild der Scheiben ähnelt dem des Floatglases. Die Biegezugfestigkeit liegt bei 70N/mm² und somit zwischen ESG und normalen Floatglas.

 

 V 

  • Verbund-Sicherheitsglas / VSG

Verbundsicherheitsglas, auch VSG genannt, ist eine Kombination aus mindestens zwei Glasscheiben in Verbindung mit einer hoch reißfesten PVB-Folie (Polyvinyl-Butyral-Folie). Im Fall von Bruch hält die Folie die Glassplitter zusammen. Weiterhin ist die VSG-Scheibe durchschlag- sowie schallhemmend und weist eine wesentlich geringe Verletzungsgefahr auf.

 

  • Vorspannen von Glas (thermisch)

Beim thermischen Vorspannen werden Gläser ab einer Stärke von 3 mm in einem speziellen Ofen auf ca. 620 – 650°C erhitzt und anschließend mit Druckluft innerhalb von wenigen Sekunden auf unter 50°C abgekühlt. Durch die unterschiedlich schnelle Abkühlung des Materials von außen nach innen entstehen Zug-, bzw. Druckspannungen und das sogenannte Einscheibensicherheitsglas entsteht (ESG). ESG zeichnet sich durch erhöhte Biegefestigkeit (120 N/m² anstelle von 45 N/m² bei Floatglas), erhöhte Stoß- und Schlagfestigkeit nach DIN sowie durch erhöhte Temperaturwechselbeständigkeit aus. Die Temperaturdifferenz über die Scheibenfläche beträgt bei ESG 200 K, normales Floatglas ist dagegen wesentlich temperaturempfindlicher (40 K).

 

 W 

  • Weißglas

Eisenoxidarmes Natron-Kalk-Glas nennt man auch Weißglas. Es hat den Vorteil, dass neben der neutralen Erscheinung die Lichtdurchlässigkeit im sichtbaren Bereich des Lichtes etwas höher ist als bei herkömmlichen Kalk-Natron-Gläsern. Weißglas kann thermisch vorgespannt und zu Einscheibensicherheitsglas oder auch Verbundsicherheitsglas verarbeitet werden.